26_#4 Wiederverwendung von Tragwerken
Anhand zweier Materialsysteme wird gezeigt, wie zirkuläres Bauen im Tragwerksentwurf konkret umgesetzt werden kann und welche technischen, planerischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür notwendig sind.
26_#3 Mikroklimaadaption mit Leichtbau-Strukturen
Der fortschreitende Klimawandel führt in vielen Städten zu zunehmender Überhitzung, insbesondere dort, wo dichte Bebauung, große Speichermassen und mangelnde Durchlüftung zusammentreffen. Auch in gemäßigten Klimazonen entstehen urbane Hitzeinseln, auf die bestehende Stadtstrukturen kaum vorbereitet sind. Da umfassende bauliche Anpassungen oder nachträgliche Begrünungen häufig nur eingeschränkt möglich sind, wächst der Druck, mit ergänzenden Maßnahmen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu sichern und die gesundheitlichen Risiken für vulnerable Gruppen zu reduzieren. Verschattende Leichtbau-Strukturen bieten hierfür eine wirksame und flexibel einsetzbare Lösung.
26_#2 Blau-grüne Infrastruktur der Stadt
Blau grüne Infrastruktur beschreibt einen integrierten Ansatz der Stadt und Infrastrukturplanung, bei dem Wasser und Grünsysteme gezielt zusammen gedacht und gestaltet werden. Hintergrund sind die spürbaren Folgen des Klimawandels in Städten: Häufigere Starkregenereignisse überlasten Entwässerungssysteme, während Hitzewellen und lange Trockenphasen die Lebensqualität und die Gesundheit der Stadtbevölkerung beeinträchtigen. Blau grüne Lösungen setzen hier an, indem Regenwasser nicht mehr primär abgeleitet, sondern vor Ort gespeichert, versickert, verdunstet und wiederverwendet wird. Wasser wird dabei als Ressource, Gestaltungs und Kühlungselement verstanden.
26_#1 Infrastrukturbauwerke für Mobilität und Klimaanpassung
Urbane Infrastrukturbauwerke übernehmen heute eine zentrale Rolle bei der Transformation unserer Städte. Sie sind zugleich Voraussetzung für eine klimaverträgliche Mobilität und ein wirksames Instrument zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Der Essay verdeutlicht, dass technische Infrastruktur längst mehr leisten muss als reine Funktionalität: Sie prägt Stadträume, beeinflusst gesellschaftliche Teilhabe und entscheidet über die Zukunftsfähigkeit urbaner Systeme.
Ingenieurbaukunst als Zukunftsarbeit
Das 7. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction fand am 28. November 2025 in Hamburg sowie online statt und widmete sich unter dem Titel Ingenieurbaukunst der Stadt der Frage, wie Ingenieurbauwerke zur klimaresilienten, funktionalen, lebenswerten und identitätsstiftenden Stadt beitragen können. Grundlage bildete das aktuelle Jahrbuch Ingenieurbaukunst 2026. Durch die Veranstaltung führte nbau Chefredakteur Dr. Bernhard Hauke, der die zentrale Bedeutung ingenieurtechnischer Leistungen für nahezu alle Aspekte urbaner Entwicklung hervorhob.
Ingenieurbaukunst 2026 an Hamburger Bausenatorin Karen Pein übergeben
Am 28. November 2025 fand im Hamburger Wälderhaus das 7. Symposium Ingenieurbaukunst – Design for Construction statt. Bei dieser Gelegenheit übergaben der Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau, Dr. Stefan Weihrauch, und Dr. Bernhard Hauke für den Verlag Ernst & Sohn der Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Karen Pein, die neue Ingenieurbaukunst 2026.