Jahrbuch 2026
Julian Lienhard, Benedikt Neubauer, Christian Tschersich

Sieben Zylinder für die Weltausstellung

Deutscher Pavillon auf der Expo in Osaka 2025

Aufmacher © Koelnmesse, Jakob Studnar

Aufmacher © Koelnmesse, Jakob Studnar

Innenraumperspektive des fertigen Ausstellungspavillons © Roland Habe

Innenraumperspektive des fertigen Ausstellungspavillons © Roland Habe

Dachtragwerk eines Pavillonzylinders © str.ucture GmbH

Dachtragwerk eines Pavillonzylinders © str.ucture GmbH

Vergleich des Dachtragwerks mit gelenkigen (links) und biegesteifen Rahmenecken (rechts) © str.ucture GmbH

Vergleich des Dachtragwerks mit gelenkigen (links) und biegesteifen Rahmenecken (rechts) © str.ucture GmbH

Der Deutsche Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka versteht sich als gebautes Manifest einer zirkulären Baukultur. Sieben Zylinder in Holzskelettbauweise stehen auf einem verschraubten Stahlfundament und machen zirkuläres Denken räumlich erfahrbar. Der Entwurf folgt konsequent dem Prinzip Design for Disassembly: Fundament, Tragwerk und Hülle sind lösbar gefügt, sortenrein trennbar und für Wiederverwendung ausgelegt.

Architektur und Tragwerksplanung wurden von Beginn an zusammen gedacht und entwickelten ein reziprokes Holzdachtragwerk, das Material effizient einsetzt und zugleich hohe Anforderungen an Erdbeben- und Windlasten erfüllt. Wiederverwendbare Stahlbauteile, ein modulares Mietsystem im Back of House sowie nachwachsende und biologische Materialien in der Fassade reduzieren den CO₂-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus. Der Pavillon wird so selbst zum Exponat und zeigt, wie temporäre Architektur als Impulsgeber für eine dauerhafte, ressourcenschonende Baupraxis wirken kann.

Objekt

Deutscher Pavillon Expo Osaka 2025

Standort

Osaka

Bauzeit

2024–2025

Bauherr

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz; Koelnmesse

Ingenieure + Architekten

str.ucture GmbH (Tragwerk); LAVA Architekten (Architektur)

Auszeichnungen

Ingenieurbaukunst 2026

GPS

34.650938140269204, 135.3852620985608