Sieben Zylinder für die Weltausstellung
Deutscher Pavillon auf der Expo in Osaka 2025




Der Deutsche Pavillon auf der Expo 2025 in Osaka versteht sich als gebautes Manifest einer zirkulären Baukultur. Sieben Zylinder in Holzskelettbauweise stehen auf einem verschraubten Stahlfundament und machen zirkuläres Denken räumlich erfahrbar. Der Entwurf folgt konsequent dem Prinzip Design for Disassembly: Fundament, Tragwerk und Hülle sind lösbar gefügt, sortenrein trennbar und für Wiederverwendung ausgelegt.
Architektur und Tragwerksplanung wurden von Beginn an zusammen gedacht und entwickelten ein reziprokes Holzdachtragwerk, das Material effizient einsetzt und zugleich hohe Anforderungen an Erdbeben- und Windlasten erfüllt. Wiederverwendbare Stahlbauteile, ein modulares Mietsystem im Back of House sowie nachwachsende und biologische Materialien in der Fassade reduzieren den CO₂-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus. Der Pavillon wird so selbst zum Exponat und zeigt, wie temporäre Architektur als Impulsgeber für eine dauerhafte, ressourcenschonende Baupraxis wirken kann.
Deutscher Pavillon Expo Osaka 2025
Osaka
2024–2025
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz; Koelnmesse
str.ucture GmbH (Tragwerk); LAVA Architekten (Architektur)
Ingenieurbaukunst 2026
34.650938140269204, 135.3852620985608