Neue Wege gehen
Stadtgrabenbrücke Lübeck




Die Stadtgrabenbrücke in Lübeck schafft eine neue, sichere Verbindung für Fuß- und Radverkehr zwischen Hauptbahnhof und Wallhalbinsel und entlastet den Unfallschwerpunkt Lindenteller. Der Entwurf beantwortet anspruchsvolle Randbedingungen: drei Meter Höhenunterschied über rund 100 Meter, barrierefrei mit konstant drei Prozent Gefälle, freizuhaltendes Lichtraumprofil des Stadtgrabens sowie der sensible Kontext von UNESCO-Welterbe und FFH-Gebiet.
Das Bauwerk ist als integraler Durchlaufträger mit variabler Bauhöhe konzipiert; außenliegende, gevoutete Kastenträger vermitteln zwischen geneigter Gradiente und horizontalem Wasserraum. Monolithische Anschlüsse an Widerlager und Pfeiler ermöglichen eine schlanke, wartungsarme Konstruktion. Die zwölf Zentimeter starke Orthoverbund-Fahrbahnplatte verzichtet auf Abdichtung und nutzt nichtmetallische Bewehrung, spart Material und erhöht die Dauerhaftigkeit.
Beleuchtung und Materialität fügen sich zurückhaltend in das historische Ensemble ein.
Geh- und Radwegbrücke über den Stadtgraben
Lübeck
11/2023–04/2025
Hansestadt Lübeck, Bereich Stadtgrün und Verkehr, Abt. Brückenbau
Tragwerk: Leonhardt, Andrä und Partner; Architektur: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Ingenieurbaukunst 2026
53.86842821546167, 10.675933984183636