Nutzungsdauerverlängerung mit großer Nachhaltigkeit
Alzbrücke Seebruck




Die Alzbrücke Seebruck steht exemplarisch für eine Baukultur der Bestandsertüchtigung und des Weiternutzens. Statt eines vollständigen Ersatzneubaus wurden die rund 90 Jahre alten Unterbauten erhalten und statisch ertüchtigt. Moderne Diagnoseverfahren belegten deren Tragfähigkeit und eröffneten die Möglichkeit, den Überbau als leichten, schlanken Stahlverbundneubau auszuführen. Die Gewichtseinsparung war Voraussetzung für die Weiternutzung der bestehenden Gründungen und minimierte Eingriffe in das sensible Ökosystem an der Mündung des Chiemsees in die Alz.
Gestalterisch tritt die Brücke bewusst zurück und versteht sich als funktionales Band im Landschaftsraum, das Bezüge zum Hafen und zur Weite des Sees aufnimmt. Die Verbreiterung des Überbaus verbessert die Trennung von Fuß- und Radverkehr und schließt eine Lücke im Chiemsee-Radrundweg.
Die Kombination aus baulichem Erhalt, konstruktiver Innovation und präziser Gestaltung ermöglichte eine erhebliche CO₂-Einsparung und verlängert die Nutzungsdauer des Bauwerks nachhaltig.
Alzbrücke Seebruck
Seebruck am Chiemsee
2021–2023
Staatliches Bauamt Traunstein
Bauwerksgestaltung und Tragwerk: WTM Engineers München GmbH; Architektur Geländer und Lichtkonzept: Architekturbüro Landbrecht
Ingenieurbaukunst 2026
47.93370695955471, 12.47942399551175