Jahrbuch 2026
Matthias Zeiml, Julian Rödiger, Andreas Ginter, Martin Stumpf

BEAM (vormals Schicklerhaus)

Ressourcenschonung durch Umbau und Aufstockung

Transformation des Schicklerhauses zum BEAM
Koenensche Voutendecke nach der Ertüchtigung
Gewichtsoptimierte Aufstockung im Bauzustand

Das Schicklerhaus in Berlin-Mitte zeigt exemplarisch, wie nachhaltige Baukultur durch Weiterbauen am Bestand entstehen kann. Das 1910 errichtete Industriegebäude mit seinem frühen Stahlbeton-Skeletttragwerk wurde in über 100 Jahren mehrfach verändert und nun behutsam transformiert. Statt Abriss und Neubau setzt das Projekt auf Umbau und dreigeschossige Aufstockung, exakt abgestimmt auf das historische Tragwerk.

Das bestehende Raster, die Koenenschen Voutendecken und die unterschiedlichen Bauphasen wurden präzise analysiert und gezielt ertüchtigt. Neue, leichte Konstruktionen minimieren Zusatzlasten und Materialeinsatz, während angepasste Erschließungskerne und flexible Grundrisse zeitgemäße Arbeitswelten ermöglichen.

So wurde aus dem Schicklerhaus das BEAM: ein nutzungsoffenes, zertifiziert nachhaltiges Gebäude, das graue Energie bewahrt, CO₂ einspart und zeigt, dass Umbau fast immer ressourcenschonender ist als Neubau.

Objekt

BEAM (vormals Schicklerhaus)

Standort

Berlin-Mitte

Bauzeit

2021–2023

Bauherr

Quantum Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Ingenieure + Architekten

wh-p Ingenieure (Tragwerk); Pott Architects LP1–4; Aukett + Heese LP5–8 (Architektur)

Auszeichnungen

Ingenieurbaukunst 2026