BEAM (vormals Schicklerhaus)
Ressourcenschonung durch Umbau und Aufstockung



Das Schicklerhaus in Berlin-Mitte zeigt exemplarisch, wie nachhaltige Baukultur durch Weiterbauen am Bestand entstehen kann. Das 1910 errichtete Industriegebäude mit seinem frühen Stahlbeton-Skeletttragwerk wurde in über 100 Jahren mehrfach verändert und nun behutsam transformiert. Statt Abriss und Neubau setzt das Projekt auf Umbau und dreigeschossige Aufstockung, exakt abgestimmt auf das historische Tragwerk.
Das bestehende Raster, die Koenenschen Voutendecken und die unterschiedlichen Bauphasen wurden präzise analysiert und gezielt ertüchtigt. Neue, leichte Konstruktionen minimieren Zusatzlasten und Materialeinsatz, während angepasste Erschließungskerne und flexible Grundrisse zeitgemäße Arbeitswelten ermöglichen.
So wurde aus dem Schicklerhaus das BEAM: ein nutzungsoffenes, zertifiziert nachhaltiges Gebäude, das graue Energie bewahrt, CO₂ einspart und zeigt, dass Umbau fast immer ressourcenschonender ist als Neubau.
BEAM (vormals Schicklerhaus)
Berlin-Mitte
2021–2023
Quantum Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
wh-p Ingenieure (Tragwerk); Pott Architects LP1–4; Aukett + Heese LP5–8 (Architektur)
Ingenieurbaukunst 2026