Der Ersatzneubau der Elisabethbrücke in Halle (Saale)
Modulares Bauystem für Brücken



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Die Elisabethbrücke in Halle (Saale) ersetzt eine durch das Hochwasser 2013 schwer beschädigte Bestandsbrücke und zeigt exemplarisch, wie anspruchsvolle Infrastruktur unter hohem Zeit- und Nutzungsdruck realisiert werden kann. Aufgrund der auf 15 Monate begrenzten Bauzeit kam erstmals in Deutschland die modulare VTR-Bauweise (Verbund-Träger-Rost) zum Einsatz. Der Überbau besteht aus zwei längs verlaufenden Stahlhohlkästen und seriell vorgefertigten Stahlbetonquerträgern, die zu einem effizienten Verbundquerschnitt gefügt werden. Die weitgehende Vorfertigung ermöglichte hohe Termin- und Kostensicherheit bei gleichzeitig laufendem Straßenbahn-, Fuß- und Radverkehr sowie gesicherter Leitungsführung. Ein integrierter Medienraum erlaubt die wartungsfreundliche Unterbringung städtischer Infrastruktur. Der Neubau stärkt die zentrale Ost-West-Verbindung zwischen Innenstadt und Halle-Neustadt und verbindet ingenieurtechnische Effizienz mit Robustheit, Nachhaltigkeit und städtebaulicher Funktionalität.
Andreas Danders (SSF Ingenieure AG), Anja Rühlemann (SSF Ingenieure AG), Tobias Koch (Hallesche Verkehrs-AG), Mathias Daßler (SSF Ingenieure AG)
Neubau der Elisabethbrücke
Halle (Saale)
2023–2024
Stadt Halle (Saale)
Objekt- und Tragwerksplaner:
SSF Ingenieure AG
Arbeitsgemeinschaft Elisabethbrücke Halle:
GP Verkehrswegebau GmbH, Halle (Saale) und Schachtbau Nordhausen GmbH
Auszeichnung zum Deutschen Brückenbaupreis 2025
51.48178738407248, 11.953562241592358