Jahrbuch 2026
Hubert Busler, Dirk Krolikowski, Falko Schmitt

Neue Regenbrücke in Roding

Schwebend über dem Fluss

Draufsicht © Aron Jungermann
Die filigrane Brücke spannt sich mit Leichtigkeit über den Regen © FOTOGRAFIEIMRAUM, Aron Jungermann
Die Brücke als feine Linie im Gefüge aus Natur, Stadt und Wasserlauf © FOTOGRAFIEIMRAUM, Aron Jungermann

Mit der Regenbrücke in Roding entstand eine zurückhaltend gestaltete Fuß- und Radwegverbindung, die Stadt und Landschaft miteinander verknüpft. Der Neubau verbindet den Ortsteil Mitterdorf mit der historischen Altstadt, verkürzt Wege und stärkt das innerstädtische Wegenetz. Die schlanke, dreidimensional geformte Tragstruktur entwickelt sich aus dem Verlauf der Wege und macht den Kräftefluss im Bauwerk ablesbar.

Ein minimal dimensionierter, gevouteter Stahlhohlkasten spannt sich mit einer Hauptweite von rund 56 Metern über den Regen und bleibt mit geringer Überbauhöhe visuell zurückhaltend. Wetterfester Stahl reduziert Wartung und Materialeinsatz, während die integrale Bauweise und eine strömungsgünstige Form Hochwasserbelange berücksichtigen. Eine dezente LED-Beleuchtung im Handlauf sowie eine in die Konstruktion integrierte Sitzgelegenheit erhöhen die Aufenthaltsqualität.

So verbindet die Brücke ingenieurtechnische Präzision mit landschaftlicher Sensibilität und wird Teil des öffentlichen Raums.

Objekt

Regenbrücke Roding

Standort

Roding (Oberpfalz)

Bauzeit

2021–2023

Bauherr

Stadt Roding

Ingenieure + Architekten

Mayr Ludescher Partner Beratende Ingenieure PartGmbB (Tragwerk) · DKFS Architects (Objektplanung) · Lex Kerfers Landschaftsarchitekten (Landschaftsplanung)

Auszeichnungen

Ingenieurbaukunst 2026