Hyparschale Magdeburg
Müthers Ikone im neuen Gewand


Die Hyparschale Magdeburg zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Nachkriegsmoderne. 1969 von Ulrich Müther realisiert, überspannt die aus vier hyperbolischen Paraboloiden gefügte Betonschale mit nur 7 cm Dicke stützenfrei eine Fläche von 48 × 48 Metern. Frühere Ausführungsmängel und Witterungsschäden führten 1997 zur Schließung des denkmalgeschützten Bauwerks.
Nach Jahrzehnten des Leerstands entschied sich die Stadt Magdeburg für eine Sanierung. Als Lösung wurde eine Verstärkung mit Carbonbeton umgesetzt: Durch eine 10 mm dünne Schicht aus Carbonbeton auf Ober- und Unterseite konnte das Tragfähigkeitsdefizit von 50 % vollständig ausgeglichen werden, mit minimalem Zusatzgewicht und ohne das charakteristische Erscheinungsbild zu verändern.
Seit 2024 ist die Hyparschale wieder in Nutzung und steht heute sinnbildlich dafür, wie aus einem sanierungsbedürftigen Denkmal ein Ort mit neuer Zukunft wird.
Hyparschale Magdeburg
Magdeburg
BA I 2019–2021; BA II 2021–2024
Landeshauptstadt Magdeburg
CARBOCON GMBH; Prof. Rühle, Jentzsch & Partner GmbH (Tragwerk) · gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Architektur)
Ingenieurbaukunst 2026